Projekt

In den kommenden Jahren werden in Europa voraussichtlich mehr als 100 Milliarden Euro für Schul- und Bildungsbauten ausgegeben werden. Allein in den deutschsprachigen Ländern rechnet man derzeit mit Investitionen von mehr als 67 Milliarden Euro bis 2030.

Obwohl immer mehr Fachleute wahrnehmen, welche bedeutende Rolle der Raum in der Pädagogik einnimmt, kam dieses Thema bisher in keinem der beteiligten Ausbildungsberufe (Verwaltungsangestellte der Kommunen) und Studiengängen (Architektur, Verwaltungswissenschaften, Immobilienwirtschaft, Fachplanungen Landschaftsarchitektur, Lehramt aller Schulformen) in angemessener und strukturierter Weise vor. Auch Weiterbildungsangebote gibt es bisher nur vereinzelt ohne verlässliche Verstetigung.

Gleichzeitig steigen mit jedem neuen Schulbau(um)projekt Bedarf und Nachfrage an fachkundigen Schulbauberater.innen – sowohl in den schnell wachsenden Großstädten als auch in den ländlichen Regionen. Die letzte Schulbauwelle war in den 1970er-Jahren, also vor mehr als 50 Jahren!

Auch die partizipative Einbindung von Nutzer.innen hält immer stärker Einzug in Planungsprozesse. So haben mittlerweile die meisten bundesdeutsche Großstädte Schulbaurichtlinien festgelegt, die die Beteiligung aller schulischen Akteur.innen (Lernende, Lehrende und Eltern) vorschreiben (z.B. Berlin, München, Düsseldorf, Köln).

Doch Partizipation will gelernt sein; denn für die Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen der schulischen Akteur.innen braucht es Erfahrung und die richtigen Werkzeuge. Das nötige Know-how fehlt nicht nur vielen Kommunen, sondern auch den unterschiedlichen Berufsfeldern der modernen Schulbauplanung.

Die Zeit drängt angesichts der aktuellen Schulbauwelle. Hier setzt das Projekt LEA an.

PARTNERORGANISATIONEN

An der Entwicklung der genannten Tools sind fünf Einrichtungen aus fünf Ländern beteiligt. Alle Partner sind national und international in Forschung, Lehre und Praxis aktiv.
Sophia::Akademie (Deutschland)
ICSAdviseurs (Niederlande)
Universität Innsbruck (Österreich)
Universität Bozen (Italien)
Universität Luzern (Schweiz)

LAUFZEIT

1. September 2020 bis 31. August 2023

FINANZIERUNG

durch die Europäische Union, Erasmus+ und Schweizer Movetia-Stiftung. Gesamtvolumen: ca. 386.00 Euro.