LEA :: 2020 – 2023

LEA steht für learning environment applications.
LEA ist der Name eines transnationalen Berufsbildungs-Projektes finanziert durch die Europäische Union über Erasmus+ und die Schweizer Movetia Stiftung mit einem Gesamtvolumen von ca. 400.000 €.
LEA hat das Ziel 4 praxisnahe digitale Tools und Lernmaterialien in 4 EU-Sprachen zu entwickeln, nach dem Motto: aus der Praxis für die Praxis – auf fundierter wissenschaftlicher Grundlage.

  • Massive Open Online Course zur PHASE NULL (Hybid MOOC) [#1],
  • Learning Environment APP, die Anwenderinnen darin unterstützt, Lernräume zu analysieren und entsprechend des eigenen Bedarfes weiterzuentwickeln [#2],
  • Phase-NULL-Spiel, mit dem die Anforderungen für innovative Lernräume alters- und berufsübergreifend identifiziert werden können. So werden analoge und digitale Ebenen smart miteinander verbunden [#3],
  • Prozesshandbuch, das sich an innovativer pädagogischer Praxis (z.B. 21. Century Skills, Inklusion, Multiple Intelligenzen), modernem Verwaltungshandeln und innovativer, nachhaltiger Architektur orientiert und so als praktischer Leitfaden genutzt werden kann [#4].

MOOC und App werden als erweiterbare digitale Lernräume im Laufe der 36 Monate währenden Projektlaufzeit nacheinander verfügbar. Um diese 4 Ziele zu erreichen sind 5 Einrichtungen aus 5 Ländern, aktiv in Forschung, Lehre und Praxis eine strategische Partnerschaft eingegangen :

  • Sophia::Akademie aus Deutschland
  • ICSAdviseurs aus den Niederlanden
  • Universität Innsbruck aus Österreich
  • Universität Bozen aus Italien
  • Universität Luzern aus der Schweiz

HINTERGRUND
In den kommenden Jahren werden in Europa voraussichtlich mehr als 100 Milliarden Euro für Schul- und Bildungsbauten ausgegeben werden. Allein in den deutschsprachigen Ländern rechnet man derzeit mit Investitionen von mehr als 67 Milliarden Euro bis 2030. Obwohl immer mehr Fachleute wahrnehmen, welche bedeutende Rolle der Raum in der Pädagogik einnimmt, kam dieses Thema bisher in keinem der beteiligten Ausbildungsberufe (Verwaltungsangestellte der Kommunen) und Studiengängen (Architektur,
Verwaltungswissenschaften, Immobilienwirtschaft, Fachplanungen Landschaftsarchitektur, Lehramt aller Schulformen) in angemessener und strukturierter Weise vor. Auch Weiterbildungsangebote gibt es bisher nur vereinzelt ohne verlässliche Verstetigung. Bedarf und Nachfrage an fachkundigen Schulbauberaterinnen steigen mit jedem neuen Schulbau(um)projekt, sowohl in den schnell wachsenden Großstädten, als auch in den ländlichen Regionen, denn die letzte Schulbauwelle in den 1970ern ist 50 Jahre her!

Gleichzeitig hält die partizipative Einbindung von Nutzerinnen immer stärker Einzug in Planungsprozesse. So haben z.B. in der BRD die meisten Großstädte mittlerweile Schulbaurichtlinien festgelegt, die die Beteiligung aller schulischen Akteurinnen (Lernende, Lehrende und Eltern) vorschreiben (z.B. Berlin, München, Düsseldorf, Köln). Doch Partizipation will gelernt sein, für die Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen der schulischen Akteure braucht es Erfahrung und die richtigen Werkzeuge. Das nötige Knowhow fehlt nicht nur vielen Kommunen, sondern auch den planenden Berufen in den verschiedenen Berufsfeldern der modernen Schulbauplanung . Die Zeit drängt angesichts der aktuellen Schulbauwelle. An dieser Stelle setzt das Projektvorhaben „LEA“ an. Es ist konzipiert als multiprofessionelles Pilot-Projekt, das gezielt digitale Möglichkeiten nutzt, schafft oder gezielt thematisch entwickelt, um den dringend benötigten Weiterbildungsbedarf schnell und effizient decken zu können, indem partizipative digitale und analoge Verfahren zielführend miteinander verzahnt werden.